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RedHotChillyJupp geht auf Sendung <-- einfach anklicken

Zwischen Professiionalität und Dilletantismus? Ja, ich bekenne mich zu eine semiprofessionelen Vorgehensweise. Es hat nun knapp zwei Monate gedauert, den Start für mein Podcast-Vorhaben auch in Gestalt einer hörbaren Version sendefähig zu machen. Die ersten zwölf vertonten Texte sind ja bereits seit dem 6. Mai online abzurufen. Sinn wird dies alles - zumindest für mich selbst - erst machen, wenn die Einbettung der vertonten Texte in einen lebendigen lebesnlaufbezogenen, vor allem aber gesellschaftlichen Kontext gelingt. Stephan Lamby hat in der aktuellen ZEIT-Ausgabe (24/26) auf Seite 46 neben vielen anderen Intellektuellen und kritischen BeobachterInnen des politischen Raums seinen Beitrag überschrieben: "Wir sind 45 Millionen". Er setzt diese 45 Millionen gegen die etwa 15 Millionen, die in der Tat wieder bereit sind einer gesichert rechtsextremen Partei in Deutschland ihre Stimme zu geben. In Lambys Analyse - er hat zuletzt den Parteitag der AfD in Sachsen-Anhalt besucht - ist u.a. zu lesen:

"In Sachsen-Anhalt wurde ein Regierungsprogramm beschlossen, das der Verharmlosung des Nationalsozialismus gleichkommt. Im Entwurf stand noch, es müsse Schluss sein mit der >Perpetuierung einer Neurose<. Einem Deligierten gefielen die Fremdwörter nicht. Am Ende hieß es, man sei >gegen die Verewigung des Schuldkomplexes<. Die Menge jubelte. Will man in einem solchen Land leben? Ohne funktionierende Krankenhäuser, ohne Pflegedienste, ohne Erinnerung an die NS-Verbrechen?"

Ich will nicht in einem solchen Land leben. Unter anderem auch deshalb der Entschluss zu diesem Podcast. Unter den unter der Fragestellung "Lässt sich die AfD noch aufhalten" zusammengestellten Beiträgen in der erwähnten ZEIT-Ausgabe, findet sich ein bemerkenswertes Statment von Matthias Brandt. Da vertritt er u.a. die Auffassung:

"Man stoppt die AfD, indem Demokraten endlich aufhören, sich gegenseitig hauptsächlich als Gegner, wenn nicht als Feinde zu betrachten. Dass sie begreifen, das es etwas gibt, das jetzt wichtiger ist als ihre Differenzen. Dieser republikanische Solidarität fehlt mir gerade. [...] Ich bin als Kind von Exilanten und in dem Bewusstsein augewachsen, dass Demokratie nichts Naturgegebenes ist. Und dass man sich seiner Heimat besser nicht zu sicher sein sollte. Vielleicht beginnt alles damit, dass sich jeder Einzelne stärker als bisher für den Erhalt unserer freien und demokratischen Lebensform verantworltlich fühlt. Nicht irgendwann, sondern jetzt."

In diesem Sinne geht nun also RedHotChillyJupp auf Sendung - alleine - mit Matthias Brandt, Stephan Lamby und - so hofft er letztlich - mit 45 Millionen stabiler, kämpferischer Republikaner, hartgesottenen Demokraten, die wissen, was wir zu verlieren haben!

Einspielung: https://www.youtube.com/shorts/uJ9U7Gh2q1E

Good Morning Vietnam – this ist not a test, this ist rock and roll! Bei manch einem meiner Generation – ich bin 74 – wird Robin Williams mit seinem brutalen Weckruf Spuren hinterlassen haben.

Insbesondere durch das großartige Spiel des Hauptdarstellers Robin Williams – so das Urteil im Lexikon des internationalen Films – gerate Good Morning Vietnam zu einer überzeugenden Tragikomödie, die von Anteilnahme für die Opfer auf beiden Seiten des Vietnamkrieges geprägt sei: „Trotz seines Humors und manchmal atemberaubenden Tempos ein nachdenklich stimmender Film.“

Heute geht RedHotChillyJupp zum ersten Mal auf Sendung!

Und auch ich möchte meinen Podcast ebenfalls mit einer Art Weckruf eröffnen. Und: Ja, auch ich möchte nachdenklich stimmen. This is not a test!

Zuerst habe ich daran gedacht, jeden meiner Podcasts ähnlich – wie Robin Williams - zu beginnen mit einem: Good Morning Güls, Good Morning Koblenz, Good Morning Deutschland. Das erschien mir allerdings ebenso abgekupfert wie geschmacklos – in keiner Weise angemessen.

Was also tun? Was könnte gleichermaßen singulär wie einprägsam daherkommen – gewissermaßen ein Alleinstellungsmerkmal in der Welt der Podcasts bedeuten? Ich habe mich für ein paar Takte aus einem meiner Songs entschlossen. Sie basieren auf dem Refrain eines Textes, der vor mehr als dreißig Jahren entstanden ist – und es ist kein Rock and Roll!

Einspielung: https://www.instagram.com/p/DW9A-fgPUwt/

Mit diesem IntroVon vorne wie von hinten – leite ich jeden meiner Podcasts ein. Als Jingle wird es für verlässlichen Wiedererkennungswert sorgen! Und der Podcast wird halten, was er verspricht:

Von vorne wie von hinten, von oben wie von unten, von rechts wie von links. Vielfach gespiegelt und reflektiert wende ich mich zwei großen Fragen zu:

Erstens: „Warum Liebe weh tut?“ und

Zweitens: „Warum Dummheit weh tut?“

RedHotChillyJupp alias Dr. Franz Josef Witsch-Rothmund, der Betreiber dieses Podcasts, hat seine Wurzeln im Rheinland und lebt seit fast 50 Jahren in Koblenz-Güls; also im schönsten Stadtteil der einzigen Stadt an Rhein und Mosel.

Er ist gleichzeitig Geist und Seele dieses Unterfangens. Er hat sich entschlossen, die Welt der Podcasts zu bereichern, weil nun einige seiner Texte mit Hilfe einer KI endlich Flügel bekommen, so wie VON VORNE WIE VON HINTEN. Die Vertonung von Texten guter Qualität schreit nach Radio und wird einmal mehr beweisen, dass The Buggles irrten. Ich war selbst ein junger Mann von eben einmal 27 Jahren, als sie den Untergang des Radios besangen: Video Killed the Radio Star

„Video Killed the Radio Star“ von The Buggles (1979) thematisiert wehmütig den technologischen Wandel, bei dem das Fernsehen (Video) die Ära des Radios ablöste. Es ist eine nostalgische Betrachtung darüber, wie neue Medien alte Stars vergessen machen, was manch jemand symbolisch für Fortschritt hält. Und in der Tat: heute kann Radio machen, wer immer auch mag.

Und die Würzmischung, mit der RedHotChillyJupp sich den großen Fragen dieser Welt zuwendet, reicht von ratten-, pardon chili-scharf bis honigsüß, von bitter, wie Galle bis raffiniert wie café de paris.

Haupttreiber wird die Frage bleiben, warum Dummheit weh tut!

Immanuel Kant definierte Mündigkeit im Übrigen vor fast 250 Jahren als den Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Mündigkeit bedeute, den eigenen Verstand ohne fremde Anleitung zu gebrauchen, wozu Mut und Entschlossenheit nötig seien. Mündigkeit als das erklärte Ziel der Aufklärung, basierend auf Vernunft, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung (1784).

Damit ist natürlich klar, dass die Bandbreite des hier auf Sendung gehenden Podcasts alle nur erdenklichen gesellschaftlich relevanten Themen berühren wird. Denn wenn wir uns eines nicht leisten können, dann ist es ein Regiment der Dummheit sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum.

Um bei alledem von vorne herein keine Missverständnisse aufkommen zu lassen und zu demonstrieren, welche Dimensionen von Dummheit ich meine, zitiere ich einfach mal Max Liebermann:

Max Liebermann, der weltbekannte deutsche Impressionist, soll am 30. Januar 1933 in seiner Berliner Wohnung am Pariser Platz (direkt neben dem Brandenburger Tor) beim Anblick des Fackelzugs der Nazis zur „Machtergreifung“ in Berliner Mundart gesagt haben soll:

„Ick kann jar nich so ville fressen, wie ick kotzen möchte“.

Es geht mir genau so, wenn in Deutschland nahezu ein Viertel der Wählerschaft erwägt, für eine Partei, wie die AfD zu votieren. Wer um Gottes Willen hat deren Synapsen geschreddert?

Ich komme nicht um die Frage herum, was das alles möglicherweise mit Dummheit zu tun hat? Fast alle nutzen heute schon KI. Zum Phänomen der Dummheit bietet sie folgende Hinweise an:

„Dummheit bezeichnet den Mangel an Intelligenz, Verstand oder Einsicht, der sich in törichtem, unüberlegtem oder ignorantem Handeln äußert. Sie ist nicht nur ein individueller kognitiver Mangel, sondern oft ein gesellschaftliches Phänomen, das durch Denkfaulheit, blinden Gehorsam oder Ideologien entsteht.“

Auf der Grundlage dieser Unterscheidungen könnte man annehmen, dass es sich bei Dummheit nicht unbedingt um einen Mangel an Intelligenz und Verstand handelt, sondern vielfach eher um einen Mangel an Einsicht. Und als gesellschaftliches Massenphänomen beruht sie offenkundig häufig auf Denkfaulheit, blindem Gehorsam oder Ideologien. Eine noch viel brisantere Frage stellt sich im Hinblick darauf, wer einerseits dumm ist bzw. mit der vermeintlichen Dummheit und der Unwissenheit anderer spielt, andererseits aber schlau und intelligent genug ist, um sich der Dummheit anderer zu bedienen?

Die politischen Akteure der AfD genauso wie ihre potentiellen WählerInnen stellen zweifellos jeweils eine ganz bestimmte Form der Intelligenzverkörperung dar.

Die perfideste und hinterhältigste davon manifestiert sich allerdings im Spitzenpersonal der AfD. Sie beruht nicht auf einem Mangel an Intelligenz. Denn das ist ja alles andere als „dumm“, was die da inszenieren – sie scheinen genauso schlau, wie es die Nazi-Ideologen ihrer Zeit schon waren. Die waren mehr als raffiniert und setzten auf die vermeintliche Dummheit der Wähler, genauso, wie die AfD-AkteurInnen, indem sie wider besseres Wissen ökonomischen Unsinn daher reden; indem sie ökologische Evidenzen bestreiten und darauf setzen, dass die potentiellen Wählerinnen und Wähler das nicht merken. Sie legen darüber hinaus eine historische Amnesie an den Tag – verbunden mit einer himmelschreienden moralischen Verkommenheit – und all das mit dem Kalkül, potentielle WählerInnen mit Rattenfänger-Parolen zu ködern:

Alice Weidel will die Windmühlen der Schande niederreißen, während Björn Höcke mit Blick auf die Holocaust-Gedenkstätte von einem Denkmal der Schande im Herzen Berlins spricht.

In diesem Podcast wird es immer wieder um die Stigmatisierung einer skrupellosen Volksverdummung und -verhetzung gehen. Wer den Falschmünzern der AfD auf den Leim geht, wird es nicht nur am Geldbeutel zu spüren bekommen.

Und ich nenne die AfD Alternative für die Dummen keineswegs, weil ich die Wähler und Mitglieder der AfD alle für dumm halten würde. Das gerade Gegenteil ist der Fall: Dummheit und Unwissenheit werden vielfach herangezogen um Entschuldigungen zu suchen. Manch einer, der sich tief verstrickt hat in die Ideologien des Tausendjährigen Reiches, hat sich damit herauszureden versucht, von alledem nichts gewusst zu haben. Aber in unserem Land gibt es kein Recht auf Dummheit und vor allem nicht auf Unwissenheit – nicht in einem Deutschland mit unterdessen fast 80 Jahren gewachsener demokratischer Kultur!!! Dass man den neuen Bundesländern da einen gewissen Rückstand attestieren mag, halte ich zumindest für eine diskussionswürdige These.

Den damit gestellten Aufgaben kann RedHotChillyJupp natürlich nicht alleine gerecht werden. Er hat Mitstreiterinnen und Mitstreiter an seiner Seite:

  • Vorbemerkung: das Copyright für alle Texte und Songs liegt bei Dr. Franz Josef Witsch-Rothmund alias RedHotChillyJupp. Alle Texte entstammen seiner Feder. Die Vertonung der als Songs eingespielten Texte hingegen basiert auf der KI Suno. Man kann all dies im Übrigen in einem parallel betriebenen Blog nachvollziehen. Dies hat den Vorteil, dass man auch auf die zur Erklärung und Vertiefung notwendigen Verlinkungen zurückgreifen kann.
  • Auf der Seite seiner Mitstreiterinnen ist zuallererst die stimmgewaltige Mea Voice zu nennen. Einige wenige Takte waren ja bereits zu hören. Heute wird sie den Schlüsselsong Von vorne wie von hinten hier zur Gänze präsentieren. Sie wird uns immer wieder begleiten, so wie einige ihrer stimmgewaltigen Geschwister. Ihr geistiger Vater ist – wie gesagt - RedHotChillyJupp.
  • Für die wissenschaftliche Expertise ist Franz Josef Witsch selbst zuständig. Immerhin steckt er seit über 50 Jahren seine Nase in den Wind sozialwissenschaftlicher Forschungsbemühungen.
  • Schon seit Jahrzehnten begleitet Adrian Nemo – gewissermaßen als alter ego - RedHotChillyJupp. Er steht für investigativen Journalismus, der sich verschiedenster Netzwerke bedient.
  • Und da wäre schließlich Rudi Ment. Er springt immer da ein, wo die anderen nicht weiterwissen. Außerdem ist er der Geschichten-Erzähler, der uns erfreuen wird mit vielen, vielen Geschichten, die die Welt nicht braucht, aber dringend nötig hat.

So, und nun gehört das Feld endlich Mia Voice. Sie ist die Stimme des ersten Songs: VON VORNE WIE VON HINTEN. Wer genauer wissen möchte, was es wiederum damit auf sich hat, sei hiermit auf RedHotChillyJupps Blog verwiesen – einfach RedHotChillyJupp-von vorne wie von hinten bei Google eingeben – hier auch in Anlehnung an Miriam Amro: Der BH für den Po.

https://www.youtube.com/watch?v=g-MDgJ9sj1E

Morgen wird RHCJ mitten aus Güls berichten. Der Plan, der Gülser Platz, auf dem wir vor wenigen Tagen das Blütenfest gefeiert haben, zeigt sich wieder in seinem Alltagsgepräge. Vor der Servatius-Apotheke steht ein Bücherschrank. Er wird beim nächsten Podcast im Mittelpunkt stehen.

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund