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Bodo Janssen (30.03.1953-07.02.2023)

„Bodo hat seinen Kampf gewonnen. Er hat allen gezeigt, dass es sich lohnt, für seine Überzeugung und seinen SeelenfriedenDSC 04232 mit unbändigem Willen zu kämpfen.“

Mit diesen Worten beginnt Vickys Trauerrede, die dann in ein leidenschaftliches Bekenntnis zu einer so ganz und gar besonderen und ungewöhnlichen Liebesbeziehung übergeht; eine Beziehung, die sich nach der Trennung zu einer unverbrüchlichen Freundschaft wandelte – sicher eine Freundschaft, so würde Arnold Retzer sagen, die vor allem ihre liebevolle Seite nie verloren hat – bis zuletzt.

Von der Unruhe im Ruhestand - Infos auch zur Neustrukturierung meiner Blog-Aktivitäten

Ein Rückgriff auf eine aktuelle Einlassung aus dem Jahr 2018 - vor allem meinem Freund Herbert zugedacht - Reden allein reicht nicht. Da sind wir uns einig!

Friedemann Schulz von Thun subsummiert und versammelt Gedanken zu Fragen nach einem sinnerfüllten Leben im Rahmen seines 5-Felder-Modells in Feld 2 Beta. Seine steile These hierbei:

"Kein Mensch kann, kein Mensch will ein Leben führen, das nur der eigenen Beglückung, der Erfüllung eigener Wünsche dient. Wir wollen auch einen Beitrag leisten zum Gelingen des Ganzen, von dem wir ein Teil sind."

Wenn ich auch hier auf einen älteren Beitrag zurückgreife - aus dem Jahr 2018 bzw. 2016 -, so in erster Linie deshalb, weil ein Jahr nach meiner Versetzung in den Ruhestand die Frage in den Vordergrund rückte, wo man sich denn wiederfindet: politisch, sozial, intellektuell - durchaus in der Kontinuität eines gelebten Lebens. Der Rückgriff auf ältere Beiträge ergibt sich auch aus dem Umstand, dass ich damit beginne, die aus professionellen Zwängen und Erfordernissen entstandene Internetpräsenz endlich (nach immerhin sechs Jahren des Ruhestandes) zu entschlacken.

Wolf Singer und Robert Harris - sind solide Demokratien totalitären Systemen doch überlegen? Wolf Singer liefert uns ganz am Ende seiner Ausführungen ein offenkundig unschlagbares Argument (:-))

Soeben habe ich Robert Harris‘ Vaterland (wer interessiert ist, kann sich hier zum Roman orientieren) zu Ende gelesen (ich glaube ein Geschenk von Michael – vielen Dank dafür). Ziemlich am Ende auf Seite 370f. liegen Charlie und March auf dem Bett und gehen noch einmal ihre Fluchtpläne durch. March hat – wir bewegen uns 1964 (Nazideutschland beherrscht Europa) – auf abenteuerliche Weise von Teilnehmern an der Wannsee-Konferenz bei Seite geschaffte Dokumente in seinen Besitz gebracht; diese Szene spielt am 19. April, einen Tag vor Hitlers 75sten Geburtstag. Nach der Flucht über die Schweiz in die Vereinigten Staaten wollen sie diese Dokumente, die das Menschheitsverbrechen der Nazis belegen, zur Veröffentlichung bringen. Es kommt zu folgendem Dialog:

Was nun, Herr Kant?

Mit dieser Frage näherte sich Thomas Assheuer Immanuel Kant 2015 (ZEIT 49/15, S. 49)

Heute mögen wir erkennen, wie weit sich das Russland Putins in der Gemeinschaft der Völker isoliert hat und zu einem neuen Paria der Weltgeschichte mutiert - ja, dazu taugen auch die Abstimmungsverhältnisse in der Uno - und die Enthaltungen Chinas und Indiens bei der Verurteilung der russischen Aggression der Ukraine gegenüber mögen im Reflexionshorizont der folgenden Überlegungen durchaus bemerkenswert sein; zumindest hoffe ich dies. Denn es mag durchaus einsichtig sein - selbst wenn wir bedenken, dass die Vernunft immer nur die eine Vernunft sein kann und Gründzüge einer universellen Vernunft ferner denn je erscheinen -, dass es für das Handeln Putins keine vernünftigen Gründe gibt. Nicht nur, dass er das Völkerrecht auf brutale Weise missachtet. Er vergibt sich und seinen  U N T E R T A N E N  die Chance ein Land mit reichen Ressourcen zu blühenden Landschaften zu entwickeln. Politische, ökonomische, aber vor allem auch ethische (Vernunft-)Gründe entbehren in seinem Denken und Handeln jeglicher Spurenmächtigkeit. Kant war offensichtlich geschichtsphilosophischer Pessimist. Umso bedenkenswerter, dass er alle Vernunftgründe auf seiner Seite hat, wenn er das Recht begreift als den "Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit vereinigt werden kann."

Die Rente – Traum oder Albtraum

In der ZEIT (11/23) machen sich Jens Jessen (Jg. 1955) und Mark Schieritz (JG. 1974) Gedanken über die Zeit nach der Verrentung. Der jüngere von beiden meint: „Man kann auch mit 70 noch Motoren bauen“, während Jens Jessen meint: „Erfüllung heißt: Tun, wozu man begabt ist. Gerade im Alter“. Der eine – der jüngere – antizipiert, dass das Renteneintrittsalter aufgrund der demografischen Entwicklung weiter ansteigen wird. Der andere – der ältere – sinniert in seinem siebenundsechzigsten Lebensjahr darüber, wie man mit dem Eintritt in den letzten Lebensabschnitt sinnvoll umgeht. Da mir seit nunmehr fast sechs Jahren – als Ruheständler – Jens Jessens Perspektive nähersteht, konzentriere ich mich einmal auf seine Überlegungen:

   
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