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Wendepunkte in meinem Demenztagebuch

Demenztagebuch vom 04.05.2008 -

Aktuelle Einlassung vom 10.12.2017 bzw. vom 22.03.2023

"Seht einmal, wie die Zeit vergeht!" Weiter unten kann man lesen, dass ich vor einem Jahr mit dieser Plattitüde meinen letzten Eintrag in das Demenztagebuch begonnen habe. Es sprengt den Rahmen dieses Tagebuches, der Dynamik der aktuellen Entwicklungen gerecht zu werden. Und soeben (am 22.3.2023) - beim Entschluss diesen Beitrag unter der Rubrik Alter-Altern im entstehenden Blog-Zugang über Schlagwörter verfügbar zu machen - wid deutlich, wie sehr die intergenerative Ausgangslage sich verändert hat. Mit Lisa, meiner Schwiegermutter, die im Beitrag mehr und mehr in den Vordergrund rückt, ist im August 2020 die letzte aus der Elterngeneration verstorben. Ich bin unterdessen 71 Jahre alt, und wir rücken ins erste Glied. So wirkt denn der folgende Satz und alles danach folgende eigentlich bereits vollkommen anachronistisch. Ich gerate ins Grübeln und werde nachdenklich, wenn ich heute folgenden Satz lese:

Aber wenn eines deutlich ist, dann die Tatsache, dass dies schon lange nicht mehr das Demenztagebuch meines Schwiegervaters Leo ist, sondern dass mehr und mehr Lisa, meine Schwiegermutter, in der Vordergrund tritt.

Maximilian Probst: "Umdenken oder untergehen!"

Ja, Maximilian Probst ist einer, der vor Jahren schon gewarnt hat - Umdenken oder untergehen, Greta macht das schon seit sechs Jahren - ist die überhaupt schon volljährig?

Das Ahrtal und das Erfttal und einige andere Regionen sind untergegangen - die Türkei, Griechenland, Sizilien, Algerien brennen, ein bisschen heftiger als sonst und wir üben uns im Spendenmarathon, und Anna Mayr macht sich in der ZEIT (31/21) ihre Gedanken darüber und ich/wir machen uns Gedanken über Anna Mayr's Gedanken!

 

Ich bin dann mal weg!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem 30.9.2017 scheide ich aus dem aktiven Dienst aus und verabschiede mich in den Ruhestand. Ich verbinde dies mit einem Dank an alle Institutsmitglieder. Diesen Dank habe ich im Vor- bzw. Dankwort der anliegenden Schrift explizit formuliert. Ich habe unserem Institut fast 25 Jahre angehört, und mein Dank schließt insofern selbstverständlich diejenigen ein, die in all den Jahren in unserem Verantwortungsbereich tätig waren. Insofern nimmt sich die Spanne an gemeinsamer Zeit, die ich mit der Mehrheit der jetzt innerhalb des Instituts arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbracht habe, bescheiden aus. Es war nicht einmal Zeit, sich kennenzulernen.

Warum Alexander Gauland eine Drecksau ist, und warum er genau dies wiederum nicht ist!

"AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland empört mit Aussagen über die Geschichte Deutschlands und die Taten der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Man solle stolz auf die Leistungen sein können."

Alexander Gauland hat am 20. Februar Geburtstag. Er ist 1941 geboren worden - vier Monate vor dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Damit ist er 11 Jahre und einen Tag älter als ich - und im Übrigen nur ein gutes Jahr älter als meine Schwester, die am 5. Juni 1942 das Licht der Welt erbklickt hat. Dies ist u.a. von eminenter Bedeutung, weil ihr dies in einem NSV-Mütterheim zu Teil wurde - als Ergebnis und Konsequenz aus Hildes Geschichte!

Wenn der folgende Beitrag unter dem Schlagwort Beziehungswelten platziert wird, dann in der Erkenntnis und einem sich nicht versagenden Rückblick auf das, was aus dem professionellen Raum prägend wirkt und fortwirkt - ein Lehrstück über Freundschaft und Loyalität (vermerkt am 22.03.2023) - aufgezeigt am Beispiel einer nachgelassenen Bibliothek und einer erwarteten Festschrift

"Situationen fordern verantwortliches Teilnehmen"

Bloß weil einer tot ist? Ulrich Beck ist tot, und auch Ernst Begemann ist tot. Der eine gilt als weltweit anerkannter Soziologe - der andere (so Rudi Krawitz) als einer der "renommiertesten Repräsentanten der Sonderpädagogik" (zumindest an der Universität Koblenz-Landau). Man kann beiden noch zuhören. Ich nenne es "Ruf aus dem Jenseits" - zumindest im Falle von Ulrich Beck. Bei Ernst Begemann ist es "Wirklichkeit als Dialog" - eine Publikation aus dem Jahre 2001, die gegenwärtig nachhallt. Sie kann Nachhall erzeugen, weil Ernst Begemanns Bibliothek auf dem Wege der posthumen Schenkung in den Besitz des Institus für Pädagogik (Abteilung Allgemeine Didaktik) übergegangen ist

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund
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