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Peter Sloterdijk - mit Blick auf seine Sprachmächtigkeit: Handeln im Affekt? Nicht ohne selbstkritische Besinnung! Besinnung in einer Welt der Affekte!

Einzuordnen in den bereits begonenen Versuch, einen Lebenslauf (auch) über Lieder zu kommentieren. Es handelt sich um folgende drei weitere Vertonungen meiner Gedichte, die teils im Verlauf dieses Beitrags (aus 2024) platziert werden:

Von vorne wie von hinten - Wenn meine Augen trunken sind

Sie spürt - Wenn Zunder bereit liegt

Siehst Du dort auf dem Teller die blutroten Kirschen?

 

Überarbeitete Fassung - veröffentlicht: 13. Oktober 2024

Ein Text, geschrieben nicht im Affekt, obwohl mein Unverständnis und meine Fassungslosigkeit über die zunehmenden Wählervoten für die AfD bei den letzten Wahlen jede Affekthandlung provozieren. Dies gilt gleichermaßen für den kriminellen Irrsinn, getriggert durch toxischen Männlichkeitswahn, der sich – trotz der #metoo-Debatte - in den sozialen Netzwerken ebenfalls in zunehmendem Maß breitmacht. Man gelangt unwillkürlich zu der Frage, ob Gottfried Benn mit seiner frühen Feststellung: Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch nicht weit an der Realität vorbeigeht und dem Schwein maßlose Ungerechtigkeit widerfahren lässt.

Man macht sich so seine Gedanken über den sogenannten Souverän. Man ist geneigt alle Illusionen fahren zu lassen!

Horst Schlämmer - meine absolute Verehrung

Ja ich folge da Arno Frank, den ich seinerseits außerordentlich schätze. Er meint, dass Hape Kerkeling auch deshalb ein Großer sei, weil er seine Größe gerade nicht gegen politisches Sendungsbewusstsein verpfändet habe. Horst Schlämmer sucht das Glück sei deshalb eine Komödie, wie sie in dieser reinen Form nur noch selten gedreht werde, und Kerkeling mache exakt die heitere, leicht anarchische, augenzwinkernde Unterhaltung, für die er zu Recht berühmt geworden sei. 

Ich erweise nicht nur dem Horst Schlämmer meine Referenz, der - wie wir alle - das Glück sucht. Horst Schlämmer, lieber Hape Kerkeling, und da sage ich ja weiß Gott nichts Neues, ist für mich der moderne Harlekin, der Narr, der uns verschmitzt und vermeintlich unschuldig den Spiegel vorhält und dabei nicht nur dem Kaiser die Kleider auszieht.

RedHotChillyJupp begibt sich mit Horst auf die Suche nach dem Glück und erweist seine Verehrung und seinen Respekt in

 

Liedform - Horst schenk uns ein Stück

 

Erhard Eppler? Ja, Erhard Eppler! Statements mit Erhard Eppler

Alle gold-gelb-unterlegten Passagen kann man anklicken - sie führen zu entsprechenden Links und auch zu RedHotChillyJupps Liedern!

Ich bin mal wieder auf Beifang! Im Netz - gerade noch so, bevor es durch die Maschen meiner Schenkungsorgie flutscht - greife ich nach Erhard Eppler: Komplettes Stückwerk (Suhrkamp, damals noch Frankfurt 2001). Aus mehreren Gründen und Motiven wird mir überaus deutlich, warum ich - als alter Mann - auf die letzte Patrone aus meiner Argumentationsbatterie zurückgreife; ich nenne es ja: Lebenslauf mit Liedern. Auch hier wird es so sein, dass die Lieder uns begleiten werden. Lange bin ich in mich gegangen mit Blick auf das Argument meines Neffen, das sei doch nicht ich. Mit der Hommage an meinen Großvater - seinen Urgroßvater - ist mir vor Augen und vor Ohren geführt worden, dass ich nie näher bei mir und in mir war, als mit meinem Klärwerk-Ballädchen. Sie wird ja im Übrigen Bestandteil meines geplanten lyrischen Klärwerks sein; so wie viele meiner Gedichte und Balladen. In ihnen verdichten sich meine politischen Statements und meine persönlichsten Erfahrungen. Nur aus dieser Melange heraus gewinnen wir Überzeugunskraft und Authentizität!

Karfreitag ist bei mir Opa-Tag - Eine Hommage an meinen Opa Josef - hier das Lied

Guten Morgen, Herr Kempowski! Auf der Suche nach Gewährsleuten sind Sie raus! Aber Sie werden das verschmerzen, denn es kennt Sie ja ohnehin kaum noch jemand. Und Sie sollten sich vor Augen führen, dass solch naive Kritzeleien, wie Sie sie in Sirius – Eine Art Tagebuch noch 1990 verbreitet haben, heute ein absolutes No-Go markieren. Und dabei meine ich nicht Ihren erfrischenden Sarkasmus, den ich – ich räume das zähneknirschend ein – mehr als nachvollziehen kann.

Sie haben aber wenigstens eine breitere Öffentlichkeit davon überzeugen können, Ihnen für Ihre Schrulligkeiten ein pecuniäres Entgelt zu zahlen. Davon bin ich weit entfernt. Und nebenbei bemerkt; ich bin darauf ja auch nicht angewiesen. Um so mehr wundert es mich, dass Sie schon auf Seite 9 den „Altjahrsabend“ 1982 so bitter anklingen lassen:

RedHotChillyJupp, Jürgen Habermas und Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz

Gestern Abend mit guten, alten - fast den ältesten Freunden (mehr als 45 gemeinsame Jahre) bei einem guten Glas Wein; eine Frage treibt uns um: Könnte es sein, wenn wir vielleicht noch zehn gute Jahre haben, dass wir zu der Einsicht gelangen: Wir haben zu wenig getan gegen die zunehmende Rechtsdrift in unserer Republik?! Jürgen Habermas hat nichts unterlassen, um den aufkeimenden Faschismus am rechten Rand unserer Gesellschaft auch unumwunden so zu benennen. Nun ist er also im Alter von fast 97 Jahren gestorben. Gestern habe ich notiert, dass Jürgen Habermas, der mir mit seiner Theorie des kommunikativen Handelns das theoretische Kernstück meiner Dissertation geliefert hat, mich im Laufe der Jahre ins Theorielager Niklas Luhmanns befördert hat; schlicht aus der zunehmenden Einsicht heraus, dass es in der Gegenwartsgesellschaft (Moderne/Postmoderne) keine Instanz mehr gibt, die sozusagen die Gesamtgesellschaft in sich selbst repräsentieren kann (sehr ausführlich dargelegt in: Et hätt noch immer jot jejange).

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund
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